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HubSpot Reporting & Dashboards: KPIs immer im Blick

Geschrieben von Florian Pfänder | Jun 8, 2026 9:01:36 AM

Wer HubSpot nutzt, hat Zugriff auf eine der leistungsfähigsten Reporting-Umgebungen im CRM-Markt. Trotzdem bleibt das Potenzial in vielen Unternehmen ungenutzt. Dashboards werden einmal eingerichtet und dann kaum noch angefasst. Berichte liefern Zahlen, aber keine Erkenntnisse, und KPIs werden zwar gemessen, aber selten wirklich genutzt, um Entscheidungen zu treffen.

Dabei ist genau das der Kern von einem zielführenden HubSpot Reporting. Mit anderen Worten: Neben der elementaren Datensammlung, daraus ableitend die richtigen Fragen zu stellen und Antworten sichtbar zu machen. Wer das einmal verstanden hat, merkt schnell, wie viel Steuerungspotenzial in der Plattform steckt. 

 

Was ist HubSpot Reporting?

HubSpot Reporting ist das integrierte Analyse- und Berichtssystem der HubSpot-Plattform. Es ermöglicht Teams aus Marketing, Vertrieb und Service, ihre Performance in Echtzeit zu verfolgen, Trends zu erkennen und auf einer soliden Datenbasis zu entscheiden.

Was HubSpot Reporting von vielen anderen Lösungen unterscheidet, ist die Tatsache, dass alle Daten aus dem HubSpot CRM, dem HubSpot Marketing Hub, HubSpot Sales Hub und HubSpot Service Hub in einem einzigen System zusammenlaufen. Es gibt keine Datensilos, keine manuellen Exporte und auch keine Brüche zwischen einzelnen Abteilungen. 

Wer schon einmal versucht hat, Daten aus mehreren Tools manuell zusammenzuführen, weiß, wie viel Zeit und Fehlerquellen das kosten kann. HubSpot löst dieses Problem, indem es alle relevanten Informationen an einem Ort bündelt und direkt auswertbar macht. Die Reporting-Funktionen reichen dabei von einfachen Standardberichten bis hin zu vollständig individualisierten Custom Reports mit mehreren Datenquellen, Filtern und Visualisierungsoptionen.

HubSpot Dashboard: Die Zentrale Schaltstelle für eure KPIs

Ein HubSpot Dashboard ist die visuelle Oberfläche, auf der Berichte gebündelt und auf einen Blick zugänglich gemacht werden. Statt einzelne Berichte nacheinander aufzurufen, werden alle relevanten KPIs auf einer einzigen Seite dargestellt. HubSpot erlaubt es dabei, mehrere Dashboards parallel zu betreiben. 

Das ist vor allem deshalb sinnvoll, da in Unternehmen viele Teams aus unterschiedlichen Abteilungen Zugriff auf und Einblicke in unterschiedliche Informationen benötigen. Das Marketing-Team will Einblicke in Conversion Rates, Traffic-Quellen und E-Mail-Performance-Kennzahlen haben. Das Sales-Team interessiert sich für Pipeline, Deal-Stages und Abschlussquoten und die Geschäftsführung braucht einen übergeordneten Blick auf den Umsatz, das Wachstum und letztlich auf den Return on Invest (ROI). 


Wie viele Berichte gehören auf ein Dashboard?

Eine häufiger Fehler in der Praxis beim Aufbau von HubSpot Dashboards ist, zu viele Berichte auf einer einzigen Ansicht unterbringen zu wollen. Viele Reports auf einmal führen schnell zu Unübersichtlichkeit. Die Faustregel lautet daher: Ein Dashboard sollte immer eine klare Frage beantworten. Zum Beispiel: „Wie entwickelt sich unsere Marketing-Performance in diesem Monat?" Alles, was diese Frage nicht beantwortet, gehört auf ein anderes Dashboard oder gar nicht hinein.


Berechtigungen und Sichtbarkeit

HubSpot erlaubt es, Dashboards für bestimmte Teams oder Einzelpersonen freizugeben, sodass jedes Team nur das sieht, was für das jeweilige Team auch wirklich relevant ist. Sensible Daten wie Umsatzzahlen oder individuelle Vertriebsperformance lassen sich darüber hinaus auch gezielt einschränken. Das schützt nicht nur vor ungewollter Datenweitergabe, sondern sorgt auch dafür, dass die Dashboards für jeden Nutzer übersichtlich und fokussiert bleiben.

 

Die wichtigsten Berichtstypen im HubSpot Reporting

HubSpot Reporting unterscheidet grundsätzlich zwischen Standardberichten und benutzerdefinierten Berichten. Beide haben dabei ihre Berechtigung. Je nach Anwendungsfall arbeiten in der Praxis erfahrungsgemäß die meisten Teams mit einer Kombination aus beiden. Nachfolgend stellen wir euch die Besonderheiten sowie die Vorteile beider Berichtstypen einzeln vor.

Standardberichte

Standardberichte sind vorgefertigte Berichte, die HubSpot direkt mitliefert. Sie decken die gängigsten Anwendungsfälle ab und erfordern kein technisches Know-how. Wer gerade erst mit dem Reporting anfängt, findet hier einen soliden Einstieg.

Integrierte Traffic-Berichte zeigen, woher die Website-Besucher kommen und welche Kanäle den meisten Traffic liefern. Kontakt-Berichte bilden ab, wie sich die Lead-Generierung entwickelt und welche Quellen die meisten Kontakte bringen. Deal-Berichte visualisieren, wie die Vertriebspipeline gefüllt ist und wo es Engpässe gibt und E-Mail-Performance-Berichte liefern Daten zu Öffnungsraten und Klickraten von Newslettern und Sequenzen.

Standardberichte markieren daher einen guten Ausgangspunkt, stoßen aber schnell an Grenzen, sobald spezifische Fragen beantwortet werden sollen. Für diesen Fall sind die HubSpot Custom Reports heranzuziehen. 

 

Benutzerdefinierte Berichte (HubSpot Custom Reports)

HubSpot Custom Reports sind der eigentliche Kern des Reporting-Systems und dort, wo das volle Potenzial der Plattform sichtbar wird. Hier lassen sich Datenquellen kombinieren, Filter setzen und Visualisierungen individuell anpassen.

Wer zum Beispiel wissen möchte, welche Lead-Quelle für die meisten geschlossenen Deals mit einem bestimmten Mindestumsatz verantwortlich ist, kommt an Custom Reports nicht vorbei. Sie sind in den Professional- und Enterprise-Plänen von HubSpot verfügbar und erlauben die Kombination mehrerer Objekte wie Kontakte, Deals und Unternehmen, individuelle Filter und Zeiträume sowie verschiedene Diagrammtypen von Balken über Linien bis hin zu Trichtern und Tabellen. Auch benutzerdefinierte Berechnungen und Formeln sind möglich, was die Analysetiefe noch einmal deutlich erhöht.

Wenn ihr einen Blick auf die einzelnen HubSpot Pakete und Preise werfen wollt, haben wir euch hier einen detaillierten Blogartikel zusammengestellt.

Attributionsberichte

HubSpot Attribution Berichte sind besonders für Marketing-Teams relevant, die verstehen wollen, welche Touchpoints auf der Customer Journey wirklich zum Abschluss beigetragen haben. HubSpot unterstützt dabei verschiedene Attributionsmodelle. Beim First-Touch-Modell bekommt der erste Kontaktpunkt die gesamte Aufmerksamkeit, beim Last-Touch-Modell der letzte vor dem Abschluss. Das lineare Modell verteilt dabei die Aufmerksamkeit gleichmäßig auf alle Touchpoints, während das U-Shaped-Modell den ersten und letzten Kontaktpunkt stärker gewichtet.

Für B2B-Unternehmen mit längeren Sales Cycles ist das U-Shaped-Modell oft am aussagekräftigsten, weil es sowohl die erste Aufmerksamkeit als auch den entscheidenden letzten Schritt vor dem Abschluss angemessen berücksichtigt. 

Kleiner Tipp von unseren HubSpot Experten: Wer in diesem Zusammenhang ausschließlich auf Last-Touch setzt, unterschätzt systematisch den Beitrag von Awareness-Maßnahmen und trifft damit Budgetentscheidungen auf einer verzerrten Grundlage.

Ziel-Berichte (HubSpot Goals Reporting)

Mit HubSpot Reporting lassen sich außerdem konkrete Ziele definieren und Fortschritte visuell verfolgen. Das ist besonders nützlich für Sales-Teams, die monatliche oder quartalsweise Umsatzziele haben. Die Ziel-Berichte zeigen auf einen Blick, wo das Team steht, wie viel noch fehlt und ob der aktuelle Kurs ausreicht, um das Ziel zu erreichen. Das schafft Transparenz und gibt Führungskräften wie Teammitgliedern gleichermaßen eine klare Orientierung.


KPIs für Marketing, Sales und Service

Zielführendes HubSpot Reporting beginnt nicht mit dem Tool, sondern mit der Frage: Welche KPIs sind für unser Unternehmen wirklich relevant? Denn Daten sind nur dann wertvoll, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Fragen beantworten. Hier eine Übersicht der wichtigsten Kennzahlen je Bereich.

Marketing-KPIs im HubSpot Dashboard

KPI Was gemessen wird
Website-Traffic (Unique Visitors) Reichweite und Sichtbarkeit
Conversion Rate (Besucher zu Lead) Effizienz der Lead-Generierung
Cost per Lead (CPL) Wirtschaftlichkeit der Marketingmaßnahmen
E-Mail-Öffnungsrate Relevanz und Qualität der E-Mail-Kommunikation
Klickrate (CTR) Engagement mit Inhalten und CTAs
Lead-Quelle Welche Kanäle bringen die wertvollsten Leads



Sales-KPIs im HubSpot Dashboard

KPI Was gemessen wird
Deal-Volumen in der Pipeline Gegenwärtiger Zustand der Vertriebspipeline
Win Rate Abschlussquote im Verhältnis zu bearbeiteten Deals
Durchschnittliche Deal-Größe Qualität der Deals
Sales Cycle Length
Wie lange dauert ein Abschluss im Schnitt
Aktivitäten pro Rep Produktivität des Vertriebsteams
Forecasting-Genauigkeit Verlässlichkeit der Umsatzprognosen



Service-KPIs im HubSpot Dashboard

KPI Was gemessen wird
Ticket-Volumen Arbeitsaufkommen im Support
Durchschnittliche Lösungszeit Effizienz des Service-Teams
Customer Satisfaction Score (CSAT) Kundenzufriedenheit
Net Promoter Score (NPS) Weiterempfehlungsbereitschaft
First Response Time Wie schnell reagiert das Team auf neue Tickets



HubSpot Reporting Schritt für Schritt einrichten

Ein zielführendes HubSpot Reporting entsteht nicht von ungefähr. Es braucht eine klare Struktur von Anfang an. Der häufigste Fehler in diesem Zusammenhang ist, direkt mit dem Tool zu starten, ohne vorher die strategische Grundlage gelegt zu haben.

Schritt 1: Ziele und KPIs definieren

Bevor das erste Dashboard gebaut wird, sollte klar sein, was gemessen werden soll und warum. Welche Entscheidungen sollen durch die Daten besser werden? Und welche Fragen stellen sich Marketing, Sales und Service regelmäßig, die heute noch nicht sauber beantwortet werden können? Ohne diese Grundlage entstehen Dashboards, die zwar technisch funktionieren, aber niemand wirklich nutzt.

Schritt 2: HubSpot Dashboards nach Teams strukturieren

Separate HubSpot Dashboards für Marketing, Sales, Service und Führungsebene zu führen, ist kein Nice-to-have, sondern eine Grundvoraussetzung für sinnvolles HubSpot Reporting. Jedes Dashboard beantwortet eine klare Frage und enthält nur die Berichte, die dafür wirklich relevant sind. Alles andere lenkt ab.

Schritt 3: Standardberichte als Ausgangspunkt nutzen

HubSpot liefert eine Vielzahl von Berichtsvorlagen mit, die einen schnellen Einstieg ermöglichen. Vorlagen für gängige KPIs wie Website-Besucher, Conversion Rates oder E-Mail-Performance-Kennzahlen sind ohne technisches Know-how einsatzbereit und liefern sofort erste Einblicke. Sie sind kein Ersatz für individuelle Analysen, aber ein guter erster Schritt in eine granulare Arbeitsweise.

Schritt 4: HubSpot Custom Reports für spezifische Fragen

Sobald die Standardberichte nicht mehr ausreichen, kommen HubSpot Custom Reports zum Einsatz. Hier lassen sich Datenquellen kombinieren und individuelle Analysen aufbauen, die genau auf die eigene Unternehmensstruktur, die eigenen Ziele und die eigenen KPIs zugeschnitten sind. Das ist der Punkt, an dem HubSpot Reporting von einem nützlichen Tool zu einem echten strategischen Werkzeug wird.

Schritt 5: Automatische Report-Versendung einrichten

HubSpot erlaubt es, Berichte automatisch per E-Mail zu versenden und das auf täglicher, wöchentlicher oder monatlicher Basis. Das ist besonders nützlich für Stakeholder, die nicht permanent im Tool arbeiten, aber trotzdem regelmäßig auf dem Laufenden bleiben sollen. So bleiben alle informiert, ohne dass einzelne Anspruchsgruppen manuell Daten zusammenstellen oder aufbereiten müssen.

Typische Fehler beim HubSpot Reporting

Auch mit einem leistungsfähigen Tool wie HubSpot können sich beim von HubSpot Reporting Fehler einschleichen. Es lohnt sich daher, einen Blick auf die gängigen Fehlerquellen zu werfen, um diesen bereits frühzeitig zu entgehen.

  • Ein häufiges Problem ist, zu viele KPIs auf einmal verfolgen zu wollen. Wer alles messen will, misst am Ende nichts Sinnvolles, weil die Aufmerksamkeit zu sehr verteilt ist. Besser ist es, sich auf die fünf bis sieben KPIs zu konzentrieren, die wirklich entscheidungsrelevant sind, und diese konsequent zu beobachten.
  • Ein weiterer klassischer Fehler ist, Dashboards einzurichten und dann zu vergessen, dass HubSpot Dashboards kein einmaliges Projekt sind, sondern etwas, das regelmäßig überprüft und angepasst werden muss, wenn sich Ziele, Strukturen oder Prioritäten ändern. Ein Dashboard, das vor einem Jahr sinnvoll war, kann heute schon veraltet sein.
  • Dazu kommt die Tendenz, Daten ohne Kontext zu interpretieren. Eine sinkende Conversion Rate kann viele Ursachen haben, wie saisonale Schwankungen, eine veränderte Traffic-Zusammensetzung, ein technisches Problem auf der Website, und und und. Ein effizientes HubSpot Reporting liefert nicht nur Zahlen, sondern schafft die Grundlage, um die richtigen Folgefragen zu stellen.
  • Und schließlich: Wer im B2B-Umfeld mit langen Sales Cycles arbeitet und trotzdem ausschließlich auf Last-Touch-Attribution setzt, unterschätzt systematisch den Beitrag von Awareness-Maßnahmen und trifft im Umkehrschluss Budgetentscheidungen auf einer verzerrten Datenbasis.

Fazit: Datenbasierte Entscheidungen mit HubSpot Reporting

HubSpot Reporting und HubSpot Dashboards entfalten ihren vollen Wert dann, wenn sie nicht als technische Spielerei, sondern als strategisches Werkzeug eingesetzt werden. Der Schlüssel liegt nicht in der Anzahl der Berichte, sondern in der Qualität der Fragen, die dahinterstehen. Unternehmen, die ihre KPIs konsequent tracken, ihre Dashboards regelmäßig nutzen und Entscheidungen auf Basis von Daten treffen, entwickeln mit der Zeit ein deutlich besseres Gespür für ihre eigene Performance und können schneller und gezielter reagieren als Wettbewerber, die sich auf Bauchgefühl verlassen.

HubSpot liefert dafür die technische Grundlage. Was es in Summe also braucht, ist die richtige Strategie dahinter. Wenn ihr euer HubSpot Reporting professionell aufsetzen oder optimieren wollt oder generell Fragen zu HubSpot Dashboards habt, dann sprecht uns gerne an. Unsere HubSpot Experten helfen euch gerne bei euren individuellen HubSpot-Fragen weiter.